Rahmenprogramm

Hinweis: Bei allen Veranstaltungen behalten wir uns vor, Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Feierliche Eröffnung der Ausstellung „Deine Anne – Ein Mädchen schreibt Geschichte“ im Alten Gymnasium Oldenburg. 

Mit musikalischen Beiträgen von Schüler*innen des AGO und Grußworten von

  • Uwe Roeder, Schulleiter des AGO
  • Nicole Piechotta, Oberbürgermeisterin der Stadt Oldenburg
  • Prof. Dr. phil. Claire Schaub-Moore, Vorsitzende der jüdischen Gemeinde
  • Veronika Nahm, Direktorin des Anne Frank Zentrums Berlin
  • Claudia Sanner, Vorständin des VNB e.V.

Nach Ende der Veranstaltung gibt es die Möglichkeit, sich die Ausstellung anzusehen. An diesem Abend werden keine Führungen angeboten. Für Fragen stehen unsere Peer Guides gerne zur Verfügung.

Zeit: 17:00 Uhr

Ort: Altes Gymnasium Oldenburg, Theaterwall 11, 26122 Oldenburg

Der Eintritt ist kostenfrei.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich

In den beiden Radiosendungen werden u.a. Einblicke in die Veranstaltungen des Rahmenprogramms und das Projekt „Lernen aus der Geschichte – Gegenwart gestalten“ gegeben. Dazwischen ist spezielle alte und neue jüdische Musik zu hören – von Klezmer über Pop bis zur Avantgarde der „Radical Jewish Culture“.

Empfang unter 106,5 MHz und im Internet

Dies ist die unglaubliche, aber wahre Geschichte der Jüdin Hanni Baumgarten. Als Jugendliche erlebte sie in Verden an der Aller das Ende der Weimarer Republik, die NS-Zeit und die Novemberpogrome und beschloss 1940 nach Palästina auszureisen. Skurril, berührend und mit feinem Humor erzählt das Stück von einer Odyssee durch die deutsche Geschichte und der persönlichen Sehnsucht einer jungen mutigen Frau.

Basierend auf dem Theaterstück des Ekke Neckepen Theaters wird – mit den Mitteln des Theaters, des Tanzes, der Musik und dem zeitgenössischen Zirkus – nicht nur ein Stück Zeitgeschichte, sondern auch eine Geschichte erzählt, die Mut macht.

Die Künstler Christoph Bendikowski (Ekke Neckepen Theater), Tina Badenhop, Merle Freund und Martin Bogus zeichnen ein szenisches Porträt über eine junge heranwachsenden Frau, die trotz größter Repressalien niemals die Hoffnung aufgibt und schließlich ihr Glück findet.

Zeit: 18:00 Uhr

Ort: Theater k, Bahnhofstraße 11, 26122 Oldenburg

Eintritt: 15 €, ermäßigt 10 €

Tickets gibt es hier

In Kooperation mit:

Antisemitische Bilder und Vorstellungen sind auch 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs tief in der deutschen Gesellschaft verankert. Infolge seiner allgemeinen gesellschaftlichen Tabuisierung manifestieren sie sich nach der Shoa häufig auch unbewusst – in Form von Codes, Vergleichen und antisemitischer Bildsprache. Doch für Juden*Jüdinnen ist Antisemitismus eine alltagsprägende Konstante – das zeigen neue Studien sowie die aktuellen antisemitischen Angriffe auf Juden*Jüdinnen auch in Deutschland eindeutig. Die Fortbildung thematisiert unterschiedliche Erscheinungsformen und Funktionen von Antisemitismus und die Möglichkeiten des pädagogischen Handelns gegen Antisemitismus: Welche antisemitischen Bilder von Jüdinnen*Juden sind bis heute aktuell? In welchen Erscheinungsformen tritt Antisemitismus auf? Welche Erfahrungen mit Antisemitismus machen jüdische Menschen in Deutschland heute? Und welche Reaktionsweisen sind geeignet, wenn es zu antisemitischen Vorfällen kommt? Diese und ähnliche Fragen werden im Rahmen der Fortbildung gemeinsam diskutiert. Ein besonderer Schwerpunkt des Workshops liegt auf dem Austausch über eigene Erfahrungen mit Antisemitismus in der beruflichen Praxis sowie geeignete Handlungsstrategien.

Zeit: 14:00 – 17:30 Uhr

Ort: Online über Zoom

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Anmeldung bis zum 17.05.26 hier

Im Herbst 1957 erschien das „Tagebuch der Anne Frank“ im christlichen Union-Verlag zum ersten Mal in der DDR. Das gleichnamige amerikanische Theaterstück hatte dort bereits im Jahr zuvor Premiere gehabt. Es wurde in den folgenden Jahrzehnten auf vielen ostdeutschen Bühnen gespielt. Weitere Auflagen und Taschenbuchausgaben des   inzwischen weltberühmten Tagebuchs kamen heraus. Zeitweilig gab es sogar Auszüge daraus im Schullesebuch der 7. Klasse. Die Ostdeutschen waren mit dem Schicksal Anne Franks also bestens vertraut. Schulen und Arbeitsbrigaden trugen ihren Namen. Doch welche Rolle spielte dabei ihr Jüdischsein? Und wieso hatte man Anne Franks Tagebuch in der DDR erst sieben Jahre später als in der Bundesrepublik verlegt? Wie ging man in der DDR mit der Schoa um? War den Ostdeutschen ihre Mitschuld und Mitverantwortung bewusst? Stellten sie Fragen nach dem Verbleib ihrer einstigen jüdischen Nachbarn? Und fragten Schüler und Jugendliche danach, was ihre Großeltern und Eltern zwischen 1933 und 1945 getan hatten? Gab es im Umgang mit Anne Frank Unterschiede zwischen SED-Führung und ostdeutscher Bevölkerung? Wie ist die Verbrennung eines Exemplars von Anne Franks Tagebuch bei einem Dorffest im sachsen-anhaltinischen Pretzien im Jahr 2006 zu verstehen? All das gilt es zu klären und zu debattieren.

Zeit: 11:00 Uhr

Ort: Kulturzentrum PFL, Vortragssaal, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg

Der Eintritt ist kostenfrei.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

In Kooperation mit:

Der Rundgang führt auf knapp vier Kilometern über zehn Stationen vom Pferdemarkt durch die Innenstadt zum alten Oldenburgischen Landtag und endete schließlich an der Gedenkwand für die jüdischen Opfer des Holocaust. Dabei werden an den Erinnerungsorten Aspekte wie mögliche Gründe für die frühen Erfolge der NSDAP in Oldenburg, Kriegserfahrungen der Bewohner*innen der Stadt und auch der zunehmende Antisemitismus, der schließlich im Holocaust mündete, thematisiert.

An jeder Station können Informationen selbständig erarbeitet werden. Die Stationen sind so gestaltet, dass sowohl Personen ohne und mit Vorkenntnissen angesprochen werden.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Der genaue Treffpunkt wird ein paar Tage vor Veranstaltungsbeginn per E-Mail bekanntgegeben. Anmeldungen bitte bis zum 07. Juni 2026 mit dem Online-Anmeldeformular auf der Homepage der Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften. Die Teilnehmer*innen-Anzahl ist auf 25 Personen begrenzt.

Zeit: 16:00

Ort: Der genaue Treffpunkt wird ein paar Tage vor Veranstaltungsbeginn per E-Mail bekanntgegeben.

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Anmeldung bis zum 07.06.26 hier

In Kooperation mit:

Deutschland 1933. Der junge Dirigent Walter hat in Rostock gerade sein erstes Engagement bekommen. Seine große Liebe, die Sopranistin Luise, will er sobald es geht zu sich holen. Hedwig, Walters Schwester, arbeitet unterdessen als Lehrerin in der Pfalz und denkt gar nicht daran, sich ernsthaft zu binden. Stattdessen pflegt sie die unterschiedlichsten Freundschaften – so auch zu dem Soldaten Armin, der ihrer Familie bald ein Dorn im Auge ist. Vier Leben, die sich kreuzen – und die sich auf folgenschwere Weise ineinander verflechten.

Etwa achtzig Jahre später beginnt eine junge Frau plötzlich, von ihrem Großvater zu träumen – einem Mann, den sie nie kennengelernt hat und der in den Erzählungen ihrer Familie nicht vorkommt. Sie beginnt, Fragen zu stellen. Wie konnte ein Mensch derart sorgfältig aus dem Familiengedächtnis getilgt werden? Und vor allem: Warum? Von einer immer stärker werdenden inneren Verbundenheit zu ihrem Großvater geleitet, begibt sie sich auf Spurensuche.

Ungewöhnlich, poetisch und berührend erzählt Julia Gilfert die Geschichte ihres Großvaters Walter. Eine Geschichte, die auch ihre eigene ist. Ihre Lesung untermalt die ausgebildete Sängerin unter anderem mit einer Komposition ihres Großvaters.

Zeit: 17:00 Uhr

Ort: Kulturzentrum PFL (Vortragssaal), Peterstr. 3, 26121 Oldenburg

Eintritt: VVK 10 € / erm. 7 €, AK 14 € / erm. 10 €

Vorverkauf hier

Die Führung gibt einen Einblick in Geschichte und Bedeutung der Synagoge und bietet Raum für Fragen und Austausch rund um jüdisches Leben in der Gemeinde zu Oldenburg.

Zeit: 17:00 -18:30 Uhr (Einlass ab 16:50 Uhr)

Ort: Oldenburger Synagoge, Leo-Trepp Str. 17, 26121 Oldenburg

Die Teilnahme ist kostenfrei, um Spende für die Jüdische Gemeinde wird gebeten.

Anmeldung bis zum 07.06.26 hier

Bitte bringen Sie für die Sicherheitskontrolle einen Personalausweis mit.

In Kooperation mit:

Kurz nach dem Fall des Eisernen Vorhangs reist die New Yorker Musik-Journalistin Ruth Rothwax in Beglei­tung ihres Vaters Edek, einem Holocaust-Überleben­den, nach Polen, um dem Vermächtnis ihrer jüdischen Familie auf den Grund zu gehen. Für Edek, einen Holocaust-Überlebenden, ist es die erste Reise zurück zu den Orten seiner Kindheit. Während Ruth entschlossen ist, die Traumata ihrer Eltern besser zu verstehen, will der stets vergnügte Edek die Vergangenheit ruhen lassen. So sabotiert er Ruths Pläne und sorgt dabei für mehr als nur eine unfreiwillig komische Situation. In dieser erlebnisreichen Woche decken die beiden alte Familiengeheimnisse auf. Aus ihrer brüchigen Beziehung wächst Liebe und tiefes Verständnis.

Zeit: 18:00 Uhr

Ort: Cine k

Eintritt: 11 € / erm. 9 €

Tickets gibt es hier

Die seit 2004 bestehende Gedenkstätte auf dem Gelände der heutigen Karl-Jaspers-Klinik bei Oldenburg erinnert an die über 1.500 Patient*innen, die während des Nationalsozialismus in der damaligen Heil- und Pflegeanstalt durch gezielte Unterernährung und Vernachlässigung ermordet wurden. Eine Ausstellung informiert über die Lebensgeschichten der Opfer und ihrer Familien, über das überregionale Gesamtgeschehen der NS-„Euthanasie“ sowie über die Vorgänge in der Anstalt während der NS-Zeit.

Zeit: 16:00 Uhr

Ort: Gedenkstätte Wehnen, Hermann-Ehlers-Straße 7, 26160 Bad Zwischenahn

Kosten: 5 €

Anmeldung bis zum 25.06.26 bei der Gedenkstätte (0441 9992770, buero@gedenkkreis.de).

In Kooperation mit:

Feierlicher Abschluss mit Impulsen von Rabbiner Levi Israel Ufferfilge und Prof. Dr. Gerhard Wegner – Niedersächsischer Landesbeauftragter gegen Antisemitismus und für den Schutz jüdischen Lebens, sowie mit kulturellen Beiträgen, u.a. von Schüler*innen des AGO.

Zeit: 16:30 Uhr

Ort: Altes Gymnasium Oldenburg, Theaterwall 11, 26122 Oldenburg

Der Eintritt ist kostenfrei.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Verschwörungserzählungen, Menschenfeindlichkeit, Erstarken antidemokratischer Kräfte – Die Psycho­login und Pädagogin Marina Weisband zeigt Zusam­menhänge auf zwischen zunehmendem Antisemitis­mus und Demokratiegefährdung. Sie gibt Einblicke in jüdisches Leben in Deutschland und zeigt, was wir tun können, um unsere Demokra­tie zu stärken.

Zeit: 16:30 Uhr

Ort: online

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Anmeldungen bis zum 17.09.26 hier

Für die Araber bin ich Jude, für die Deutschen ein Kanake und für die Juden ein Terrorist aus dem Wedding“, so beschreibt der 16-jährige Iraner Soheil seine Lebensrealität in Berlin. Nach dem beschau­lichen Göttingen ist nun der Wedding sein Zuhause, eine Szene, die ihm gänzlich fremd ist.

Eintritt: 5 € pro Schüler*in, 2 Begleitpersonen frei

Terminbuchungen unter filmvermittlung@cine-k.de